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Mein Name ist Gerd Otto Günther Winkelhausen. Ich wurde am 16.12.1921 am Fuße der Wartburg in Eisenach geboren. Meine Eltern waren kurz vor meiner Geburt von Frankfurt/M. dorthin gezogen. Mein Vater und 3 Generationen seiner Vorfahren stammen aus Westpreußen, vor allem aus Danzig und Preußisch-Stargard. Meine Mutter und ihre Vorfahren stammen aus der Dresdner Gegend. In meinen Vornamen sind verewigt:
Gerd, ein Sohn des Oberst Willy Winkelhausen. Otto, ein Sohn meines Urgroßvaters Hermann Alexander. Günther, ein Sohn von Max Winkelhausen.
Wie fing alles an? Meine Kinder schenkten mir zu meinem 80.sten Geburtstag einen PC. Erste Suchen nach unserem Familiennamen mit der Suchmaschine Google brachten eine Fülle von Eintragungen zutage, beginnend 1721 in Düsseldorf.So wurde mein Interesse geweckt, mehr zu erfahren, und ich begann intensiv nach meinen Vorfahren zu suchen. Von einem Verwandten bekam ich einen handschriftlichen Stammbaum, den er nach Schilderungen seiner Schwiegermutter erstellt hatte. In diesem fand ich eine Menge Familiennamen, die mir bisher nicht bekannt gewesen waren (Eingeheiratete).
Im Internet fand ich bei der “Church of Jesus Christ of Latter-day Saints”, kurz LDS oder Mormonen genannt, mikroverfilmte Kirchenbücher aus dem verlorenen Osten. Inzwischen habe ich mehr als 30 solcher Mikrofilme durchgesehen und bin noch nicht am Ende angelangt, obwohl meine direkten Vorfahren inzwischen alle gefunden sind.
Von Verwandten erhielt ich viele Unterlagen, die mir wichtige Informationen vermittelten. Auch aus der Mitgliedschaft im “Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen” (VFFOW) und in den Mailinglisten “Danzig-L” und “Pommerscher Greif” erhielt ich wertvolle Hinweise
In unserer Familie ist über Generationen weitererzählt worden, dass unsere Vorfahren aus dem Rheinland nach Osten gewandert sind und dass wir von Raubrittern abstammen würden. Es gibt neben den deutschen Winkelhausen welche in der Schweiz und den USA und evt in Südafrika.
Ich hoffe, dass sich der Eine oder Andere aus dem großen Familiengeflecht bei mir meldet und mir noch nicht Bekanntes mitteilt. Dazu soll auch das Gästebuch oder das Feedbackformular dienen.
Ich werde nicht nur Namen und Daten mitteilen, sondern auch, sofern möglich, vermitteln, was meine Vorfahren taten und in welchem geschichtlichen Umfeld sie lebten. Es soll also eine lebendige Familiengeschichte werden. Dabei bin ich oft auf Vermutungen angewiesen oder Ableitungen aus anderen Veröffentlichungen. Auf keinen Fall soll es eine wissenschaftliche Ausarbeitung werden.
Stand meiner Familienforschung:
In Lauenburg/Pommern (Lebork) bin ich an einem toten Punkt angelangt. Wir waren 2003 in dem zur Jakobskirche gehörenden Kloster, wo wir uns vorher brieflich in polnischer Sprache angekündigt hatten. Leider war bei unserem Besuch der Probst dienstlich abwesend. Die Mönche waren sehr freundlich und versprachen, uns nach seiner Rückkehr zu informieren. E-mail-Adressen wurden ausgetauscht. Trotz mehrmaliger Nachfrage und Einschaltung des Vorsitzenden der Lauenburger deutschen Minderheit und des dortigen Historiker-Vereins herrscht Funkstille. Es sollen jedoch noch Kirchenbücher von vor 1800 im Archiv vorhanden sein. Ich hoffe darauf, dass Besucher dieser Homepage aus dem Kreis der Pommernforscher mir Hinweise zu einem weiteren Vorgehen geben können.
Mein ältester bekannter Vorfahre war Frantz Winckelhaus, Bürger und Hutmachermeister zu Lauenburg, dem 1770 ein Sohn Ludwig geboren wurde. Lauenburg hatte zu dieser Zeit ca. 3000 Einwohner, von denen 4 Hutmacher waren (Quelle: Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern von Prof. Dr. Schulz, 1912). Eine Hutmacherzunft in Lauenburg wurde erst Anfang 1800 gegründet.
Zu welcher Zunft mögen vorher die Hutmacher gehört haben? Wo befinden sich noch entsprechende Zunft - Dokumente? Frantz hatte Eltern und sicher noch mehr Kinder. Gibt es ausgelagerte Kirchenbuchabschriften? Viele Fragen! Lassen sich die Antworten darauf finden?
Es ist anzunehmen, dass die Vorfahren von Frantz als Handwerker nach Lauenburg zugewandert sind im Rahmen der königlichen Siedlungsaktionen, über die es Dokumente gibt. In den bisher veröffentlichten Berichten fand ich unseren Namen nicht.
Was veranlasste Menschen in der Zeit zwischen 1600 und 1800, ihre Heimat zu verlassen? Sicher war es vor allen die Not oder der Zwang, einer nicht gewollten Religion anzugehören, die der Herrscher bevorzugte. Über die Freigabe zur Auswanderung aus der Heimat gibt es Urkunden, ohne die niemand damals seinen Wohnsitz wechseln konnte. Um diese Urkunden zu finden müsste ich wissen, in welchen Orten die Vorfahren vorübergehend lebten, bevor sie weiter nach Osten zogen. Bei Handwerkern war das Wandern üblich. So sind die Vorfahren meiner Urgroßmutter Horstmann von Goslar zuerst nach Schlesien gewandert, wo sie ihre Frauen heirateten, um dann weiter zu wandern nach Westpreußen.
Es ist nicht auszuschließen, dass adlige Winkelhausen Bürgerliche wurden, z.B. weil sie als Ritter nicht mehr leben konnten und als Landbesitzer unfähig waren, ihre Familie standesgemäß zu ernähren oder weil sie ein städtisches Amt (Ratsherr oder Bürgermeister) übernahmen. Es wäre auch möglich, dass die Vorfahren im Gefolge des Deutschen Ordens aus dem Rheinland nach Preußen kamen. In den Berichten über den Orden ist unser Name nicht zu finden, wohl aber einige Ritter, in deren Familien Winkelhausen-Frauen eingeheiratet hatten.
Es ist noch anzumerken, dass in alten Dokumenten der Familienname nach dem Hören oft unterschiedlich geschrieben wurde: Winckelhaus, Winkelhaus, Winckelhausen, Winkelhausen, Wintelhausen.
Meine Hoffnung ist nun folgende:
Vielleicht gelingt es mir mit dieser Homepage, Träger des Namens Winkelhausen oder der eingeheirateten Frauen, zu veranlassen, eigene Familienforschung zu beginnen. Die Grundlage dazu sind die im 3. Reich für einen teuflischen Zweck entstandenen Ahnenpässe. In ihnen finden wir Namen und Geburtstag und- Ort der Urgroßeltern. Damit befinden wir uns etwa in der Zeit um Anfang 1800. Zufallsfunde des Namens Winkelhausen in Orten östlich des Rheins aus dieser Zeit wären für mich von Nutzen für meine Familienforschung. Ich bitte um Kontaktaufnahme.
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